«Zuerst wird man belächelt, dann bekämpft – und schliesslich gilt es als selbstverständlich.»
Vieles, was heute als Standard gilt, haben wir früh vertreten. Diese Seite zeigt Beispiele: was wir seit wann anwenden und wo es später bestätigt wurde.
Amalgam
Bei uns seit den 1980er-Jahren: Wir befassten uns mit den Risiken von Amalgamfüllungen und haben uns dafür eingesetzt, dass Amalgam in Zahnarztpraxen nicht mehr verwendet wird.
Bestätigt: 2016 zitierte die Schweizer Illustrierte (Nr. 40) eine Studie aus den USA: Personen mit mehr als acht Amalgamfüllungen wiesen erhöhte Quecksilberwerte im Blut auf.
Heute: Amalgam wird in der Schweizer Dentalmedizin nicht mehr eingesetzt.
Antibiotika
Bei uns seit den 1990er-Jahren: Antibiotika zurückhaltend einsetzen und den schweren und therapieresistenten Fällen vorbehalten.
Heute: Immer mehr Bakterien sind unempfindlich geworden. Die Fachwelt spricht von einer «postantibiotischen Ära», und der sparsame Einsatz ist offizielle Empfehlung.
Blasenentzündungen
Bei uns seit 1999: D-Mannose, ein einfacher Zucker, gegen wiederkehrende Blasenentzündungen.
Bestätigt: 2015 stellte die Schweizer Illustrierte (Nr. 42) D-Mannose als «Geheimtipp» und «sehr wirksames Mittel» vor.
Cholesterin und Statine
Bei uns seit Beginn unserer Tätigkeit: Cholesterin ist lebenswichtig: für die Zellwände, als Reparaturmolekül, für Gallensäuren, Hormone und Vitamin D. Wir haben deshalb früh auf die Nebenwirkungen der Statine hingewiesen und setzen bei Gefässrisiken zuerst bei den Fettsäuren an.
Bestätigt: 2015 schrieb ein Arzt in der Schweizer Illustrierten (Nr. 42), bei der Entstehung der Arteriosklerose seien nicht das LDL-Cholesterin, sondern bestimmte Fettsäuren entscheidend. 2016 berichtete dieselbe Zeitschrift (Nr. 40) über die Bedeutung des Cholesterins. Der Film «Cholesterin, der grosse Bluff» (2016) und der Gesundheitstipp (März 2017) nahmen das Thema auf.
Setzen Sie verordnete Medikamente nicht selbst ab. Besprechen Sie Änderungen mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
COPD
Bei uns seit Jahrzehnten: Wir haben Patientinnen und Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenkrankheit früh über die Grenzen des Kortisons und über andere Möglichkeiten aufgeklärt.
Bestätigt: 2016 schrieb die Schweizer Illustrierte (Nr. 49) unter dem Titel «Meilenstein in der COPD-Therapie», eine neue Studie zeige, dass Kortison in der Behandlung «kaum mehr etwas zu suchen hat».
Darmflora und Dünndarm
Bei uns seit Ende der 1990er-Jahre: Die funktionelle Medizin untersucht und behandelt die Darmflora seit etwa 1985. Die Atemgasanalyse zum Nachweis einer Fehlbesiedlung des Dünndarms haben wir Ende der 1990er-Jahre eingeführt.
Heute: Das «Mikrobiom» ist ein grosses Forschungsgebiet, und die Atemgasanalyse gehört zum Angebot grosser Kliniken.
Eisen
Dass eine ausreichende Versorgung mit Eisen heute ernst genommen wird, ist besonders dem Basler Arzt Dr. Beat Schaub zu verdanken, der sich seit vielen Jahren dafür einsetzt und lange belächelt und bekämpft wurde. Wir haben dazu eigene Erfahrungen ausgewertet.
Eisenmangel auf der Seite Forschung
Fieber
Bei uns seit Jahrzehnten: Fieber ist nicht die Krankheit, sondern Teil der Heilreaktion. Es muss nicht in jedem Fall gesenkt werden.
Bestätigt: Im Oktober 2019 erschien in der Zeitschrift für Hausarztmedizin der Artikel «Fever is our best friend»: Reflexartige Fiebersenkung sei «nicht immer hilfreich», in vielen Fällen «sinnlos, eventuell sogar schädlich».
Homozystein
Bei uns seit den 1990er-Jahren: Homozystein wird gemessen und behandelt. Es lässt sich mit Vitaminen senken.
Heute: Homozystein gilt auch in der Schulmedizin als Risikofaktor für Arteriosklerose.
Mitochondrien und Zellstoffwechsel
Bei uns seit vielen Jahren: Zum Leben braucht es Energie, und es kommt darauf an, wie sie entsteht: mit Sauerstoff (aerob) oder ohne (anaerob). Je mehr Energie eine Zelle mit Sauerstoff gewinnt, desto besser erfüllt sie ihre Aufgabe. Dass Tumorzellen ihre Energie bevorzugt ohne Sauerstoff gewinnen, hat der Biochemiker und Nobelpreisträger Otto Warburg schon in den 1920er-Jahren beschrieben. Wir berücksichtigen diesen Zusammenhang in Vorbeugung und Behandlung.
Bestätigt: 2016 berichtete die Schweizer Illustrierte (Nr. 18) über eine «neue Entdeckung» der Universität Basel: Tumorzellen stellen ihren Stoffwechsel unter bestimmten Umständen auf Energiegewinnung ohne Sauerstoff um.
Energie und Mitochondrien auf der Seite Forschung
Nahrungssensibilisierungen
Bei uns seit den 1990er-Jahren: Wir klären Nahrungssensibilisierungen über das Gesamt-IgG ab (nicht IgG4) und berücksichtigen sie in der Behandlung.
Heute: Nahrungssensibilisierungen sind durch Studien bestätigt.
Studien zur Nahrungssensibilisierung auf health.sgk.swiss
Personalisierte Medizin
Bei uns seit 1997: Jeder Mensch wird individuell betrachtet. Die funktionelle Medizin vertritt das seit ihren Anfängen, die Seegarten Klinik seit ihrer Gründung.
Heute: Die «personalisierte Medizin» ist in der Ärzteschaft ein anerkanntes Ziel. Statt «one size fits all» gilt, dass die Bedürfnisse von Mensch zu Mensch verschieden sind.
Säure-Basen-Haushalt
Bei uns seit den 1990er-Jahren: Als erste Klinik der Schweiz konnten wir den Säure-Basen-Haushalt zuverlässig messen.
Heute: Bis heute werden diese Erkenntnisse kaum umgesetzt.
Säure-Basen-Haushalt auf der Seite Forschung
Säureblocker
Bei uns seit den 1990er-Jahren: Seit dem Aufkommen der Protonenpumpenblocker weisen wir auf die Folgen einer unsachgemässen Einnahme hin. Sodbrennen bedeutet oft nicht zu viel, sondern zu wenig Magensäure: Die Nahrung bleibt länger im Magen liegen, und schon wenig Säure in der Speiseröhre ist unangenehm.
Heute: Auch in der Gastroenterologie wird vor der Dauereinnahme gewarnt.
Stammzellen
Bei uns seit 2005: Die Seegarten Klinik befasst sich seit 2005 mit Stammzellen. Am Anfang stand die Entnahme von Haut zur Einlagerung von Stammzellen, später folgte der Wechsel auf Fettgewebe. 2010 erhielt die Klinik von Swissmedic die Bewilligung zum Grosshandel mit Transplantatprodukten, als Erste mit einer solchen Bewilligung.
Bestätigt: 2015 berichteten die Schweizer Illustrierte (Nr. 19) und die Sendung «Puls» (5. Oktober 2015) über die regenerative Wirkung von Stammzellen aus Fettgewebe.
Heute: Wir bieten Entnahme, Einlagerung und Anwendungen gemäss den Vorgaben der Swissmedic an.
Ausblick
Gerne würde ich in 20 Jahren wieder zurückblicken und sehen, wie Methoden, die heute bei uns noch belächelt werden, zum Standard geworden sind. Eine kleine Auswahl:
Die Belastung durch …
- wurzeltote Zähne
- unsere Umwelt
- Massenimpfungen
- andere potentielle Belastungen
- wie auch die reine Symptombekämpfung
Dr. med. John van Limburg Stirum