Eisenmangel erkennen und behandeln
Müdigkeit, Erschöpfung, Kopfschmerzen oder Haarausfall können Anzeichen eines Eisenmangels sein. Solange keine Blutarmut besteht, wird ein Eisenmangel oft nicht ernst genommen, und das Leiden geht dann einfach weiter. Dabei kann mit Eiseninfusionen geholfen werden.
Warum ist Eisen wichtig für den Körper?
Das Element Eisen ist in atomarer Form für den Sauerstoff-Transport von der Lunge zu den Organen verantwortlich. Es kann dabei durch nichts anderes ersetzt werden. Zudem ist atomares Eisen wesentlich mitbeteiligt an über 180 Stoffwechselvorgängen in jeder unserer 33 Billionen Körperzellen.
Eisen kann wie kaum ein anderes Element in unserem Stoffwechsel seine Ionenladung ändern: Es wechselt zwischen zweiwertigem (Fe²⁺) und dreiwertigem Eisen (Fe³⁺). Dadurch kann es unseren Stoffwechsel viel stärker steuern und beeinflussen. Eisen ist sozusagen der Superman unter den Elementen.
Zweiwertiges Eisen: 14 Elektronen auf der Schale M
Dreiwertiges Eisen: 13 Elektronen auf der Schale M
Im Kern des Eisens (Fe) sitzen 26 positiv geladene Protonen, um ihn kreisen die negativ geladenen Elektronen auf den Schalen K, L und M. Gibt Fe²⁺ das rot markierte Elektron ab, wird es zu Fe³⁺; der leere Ring zeigt die Lücke. Nimmt Fe³⁺ wieder ein Elektron auf, wird es zu Fe²⁺.
Häufige Symptome von Eisenmangel
Eisenmangel macht auch ohne Blutarmut (Anämie) Beschwerden. So häufig sind sie:
| Symptom | Häufigkeit |
|---|---|
| Erschöpfungszustände | 83 % |
| Konzentrationsstörungen | 57 % |
| Depressive Verstimmungen | 49 % |
| Nackenverspannungen, Kopfschmerzen | 49 % |
| Schwindelgefühl | 45 % |
| Schlafstörungen | 42 % |
| Haarausfall, Nagelbrüchigkeit | 26–31 % |
| Unruhige Beine (Restless Legs) | häufig |
Quelle: Beat Schaub, Eisenmangel ohne Anämie.
Eisenmangel ohne Anämie wird oft nicht ernst genommen
Liegt der Ferritinwert im angeblich normalen Bereich und besteht keine Blutarmut, reagiert die Schulmedizin häufig nicht adäquat: Der Eisenmangel wird nicht ernst genommen, und wenn überhaupt, werden Eisenpräparate zum Einnehmen verordnet. Viele Betroffene, vor allem Frauen, erhalten dadurch keine Hilfe, obwohl ihnen mit Eiseninfusionen geholfen werden kann. Ihr Leiden geht einfach weiter.
«Jetzt weiss ich, wie es sich anfühlt, gesund zu sein. Vorher dachte ich, die Müdigkeit sei ein normaler Zustand.» Eine Patientin nach der Behandlung mit Eiseninfusionen
Ursachen von Eisenmangel
- Starke Menstruation
- Wachstum
- Falsche Ernährung
- Darmprobleme
- Verletzungen mit grösseren Blutungen
- Schwere Operationen
- Blutspenden
- Extremsport
- Nierenprobleme
- Knochenmark-Erkrankungen
- Blutkrebs und andere Tumoren
Machen Sie den Eisenmangel-Test
Je mehr Fragen Sie mit Ja beantworten, umso wahrscheinlicher wird ein Eisenmangel.
Leiden Sie an erschöpfungsähnlicher Müdigkeit?
Haben Sie Konzentrationsstörungen oder merken Sie sich Dinge schlecht?
Leiden Sie an Kopfschmerzen, Schwindel oder Verspannungen?
Haben Sie eine blasse Haut, blasse Schleimhäute oder frieren Sie leicht?
Neigen Sie zu Haarausfall oder brüchigen Nägeln?
Leiden Sie an Schlafstörungen?
Haben Sie beim Einschlafen unruhige Beine (Restless-Legs-Syndrom)?
Neigen Sie zu einer gedrückten oder depressiven Stimmungslage?
Nehmen Sie Medikamente: Magenschutz, Schmerzmittel (NSAR)?
Betreiben Sie intensiv Sport (über 12 Stunden Training pro Woche)?
Ernähren Sie sich vegetarisch oder vegan?
Leiden Sie an einer chronischen Erkrankung (z. B. Rheuma, Herzinsuffizienz)?
Wenn Sie eine Frau sind: Ist Ihre Menstruation stark oder lang anhaltend, liegt eine Geburt hinter Ihnen?
Welche der beiden Farben spricht Sie im Moment mehr an?
0 von 14 Fragen mit Ja beantwortet
Ab drei Ja-Antworten empfehlen wir, den Ferritinwert bestimmen zu lassen. Der Test ersetzt keine Abklärung; Ihre Antworten bleiben auf Ihrem Gerät und werden nicht übermittelt.
Bitte bringen Sie den Ausdruck zu einem Termin in der SGK mit.
Was die Farbwahl aussagt
In einer Praxisstudie wählten Patientinnen vor der Behandlung mit Eiseninfusionen zwischen Lüscher-Rot und Lüscher-Blau. Diejenigen, die Rot bevorzugten, sprachen deutlich besser auf die Behandlung an.
Unsere Leistungen im Eisenzentrum der Seegarten Klinik
Eisenmangel kann zu einer Vielzahl belastender Symptome führen, die den Alltag erheblich beeinträchtigen. Im Eisenzentrum der Seegarten Klinik bieten wir Diagnostik, individuell abgestimmte Therapie und Nachsorge.
Diagnose von Eisenmangel
Sorgfältige Anamnese mit gezielten Fragen zu typischen Symptomen, Blutentnahme und Labordiagnostik. Anschliessend klären wir Sie über den Eisenmangel auf und beantworten Ihre Fragen.
So bereiten Sie sich auf die Blutentnahme vor
Eiseninfusionen
Wenn Eisentabletten oder -sirupe nicht vertragen werden oder zu wenig wirken, werden Eiseninfusionen notwendig, auch bei Kindern.
Infusionen wirken in der Regel rasch, während orale Eisenpräparate Monate brauchen. Sie sind unabhängig von Aufnahmeproblemen im Darm und haben nicht die typischen Nebenwirkungen von Eisentabletten wie Verstopfung oder Magenbeschwerden.

Kinderwunsch und Schwangerschaft
Frauen sollten nur mit sehr gut aufgefüllten Eisenspeichern schwanger werden. Lassen Sie Ihr Ferritin deshalb schon bei Kinderwunsch bestimmen. In der Schwangerschaft sind Eiseninfusionen erst ab dem 4. Monat erlaubt.
Wie viel Eisen brauchen Sie? Eine Schätzung
Mit Ihren Laborwerten können Sie selbst abschätzen, wie viel Eisen Sie als Infusion benötigen würden. Tragen Sie ein, was Sie kennen: Das Ferritin genügt; mit Körpergewicht und sTfR oder Hämoglobin wird die Schätzung genauer.
Gerechnet wird mit der Formel, für die Ihre Werte reichen. Nur Ferritin: (100 − Ferritin) × 10 = mg Eisen. Ferritin, sTfR und Körpergewicht, nach Beat Schaub: (1152 − (11 × Ferritin) + (52 × sTfR)) × Körpergewicht / 60. Hämoglobin und Körpergewicht, Ganzoni-Formel: Körpergewicht × (15 − Hämoglobin in g/dl) × 2,4 + 500 mg Speichereisen.
Dies ist eine Schätzung. Ob und wie viel Eisen Sie erhalten, entscheidet die Ärztin oder der Arzt nach Untersuchung und Labor.
Ihre Angaben bleiben auf Ihrem Gerät und werden nicht übermittelt.
Bitte bringen Sie den Ausdruck zu einem Termin in der SGK mit.
Warum wir langsam auffüllen
Als Eisenzentrum bevorzugen wir das langsame Auffüllen: 200 mg pro Infusion in etwa wöchentlichen Abständen statt hoher Einzeldosen von 500 bis 1000 mg. Mit hohen Dosen ist das Ferritin weniger kontrollierbar und überschiesst. Das klinische Ergebnis kann schlechter sein, und das Risiko für eine Hypophosphatämie (Phosphatmangel im Blut) steigt. Phosphat ist wichtig für die Bildung unserer Energiemoleküle ATP, weshalb die Wirkung der Infusion vermindert sein kann. Die Entscheidung obliegt der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt. Falls eine rasche Sättigung notwendig ist, werden Sie darüber informiert.
Wo die Formel nicht reicht
- Bei Blutarmut: Ist das Hämoglobin tief, braucht es zusätzlich Eisen für die Blutbildung. Tragen Sie dann Hämoglobin und Körpergewicht ein; die Ganzoni-Formel rechnet diesen Bedarf ein.
- Bei Entzündung: Ferritin steigt bei Entzündungen, auch wenn die Speicher leer sind. Die Rechnung unterschätzt dann den Bedarf.
- Bei hohem Ergebnis: Die Zahl ist der Gesamtbedarf, nicht die Menge einer einzelnen Infusion. Wir verteilen ihn auf Infusionen zu 200 mg.
Ablauf einer Eiseninfusion
Sind Ferritinwert und Mangelsymptome festgestellt, erhalten Sie einen möglichst zeitnahen Infusionstermin. Die Infusion wird medizinisch überwacht und dauert 45 bis 60 Minuten.
Nachsorge und Kontrolle
Drei bis sechs Wochen nach Abschluss der nötigen Infusionsserie wird die Spitze des Ferritinwerts überprüft und nach den Symptomverbesserungen gefragt. Je nach Laborwert und Symptomverlauf wird über das weitere Vorgehen entschieden. Der sehr individuelle Ferritin-Wohlfühlwert ist der Massstab für weitere Eisen-Erhaltungsinfusionen. Regelmässige Kontrollen alle drei bis sechs Monate helfen, den Therapieerfolg zu sichern und die Behandlung anzupassen.
Warum das Eisenzentrum der Seegarten Klinik?
Individuelle Behandlung nach bewährter Systematik
Wir nehmen Ihre Beschwerden ernst. Diagnostik und Therapie folgen einer bewährten Systematik und werden auf Sie abgestimmt.
Kurze Wege
Dank des klinikeigenen Labors können wir einen Eisenmangel rasch feststellen und einen zeitnahen Infusionstermin vereinbaren.
Erfahrung
Seit Anfang der 2000er-Jahre erforschen und behandeln wir Eisenmangel bei Erwachsenen und bei Kindern ab 6 Jahren, auch in komplexen Fällen.
Wenn es nicht am Eisen liegt
Sollte sich herausstellen, dass Ihre Symptome nicht durch Eisenmangel verursacht werden, bieten wir Ihnen schulmedizinische Abklärungen und Abklärungen der funktionellen Medizin, alles unter einem Dach. Ob weitere Mikronährstoffe fehlen, zeigt das Bluttuning.

Erfahrungen aus dem Eisenzentrum
Persönliche Berichte von Patientinnen und Patienten und Fallbeispiele unserer Ärzte. Es sind einzelne Erfahrungen; wie eine Behandlung wirkt, ist von Mensch zu Mensch verschieden.
«Die 6 Eisennägel von Ihnen und Ihrer Ernährungsberatung haben anscheinend Früchte getragen! Ich hatte einen Termin beim Internisten. Er liess das Ferritin erneut bestimmen. Es ist jetzt bei 40. Ich kenne Personen, die ein Jahr lang Eisenpräparate eingenommen haben. Aber der Ferritingehalt konnte damit nicht erhöht werden.» Eine Patientin

Was es mit den Eisennägeln auf sich hat: Eisenaufnahme auf natürliche Weise
Eine Patientin mit seit Jahren schweren Depressionen musste stationär psychiatrisch behandelt werden, da man ambulant nicht weiterkam. Auch in der Hospitalisationszeit waren die Depressionen therapieresistent, sodass die Patientin wieder entlassen wurde. Erst nach dem Auffüllen der sehr tiefen Eisenspeicher verschwanden die Depressionen, und auf weitere Antidepressiva konnte verzichtet werden. Fallbericht von Dr. med. Peter Meyer
«Das gesamte Ärzte-Team ist ausgesprochen kompetent, herzlich und engagiert. Man fühlt sich ernst genommen, da sich alle viel Zeit nehmen, aufmerksam zuhören und individuell auf die Anliegen eingehen. Besonders überzeugt hat mich der ganzheitliche Ansatz, bei dem Ursachen sorgfältig analysiert und nicht nur Symptome behandelt werden. Ein grosses Dankeschön an Dr. med. Herr und Frau Meyer sowie an das gesamte Team! Unsere Kinder erhielten eine umfassende Analyse, bei der Vitamin- und Mineralstoffmängel erkannt wurden. Darauf basierend wurde eine individuell abgestimmte Behandlung empfohlen, das gibt uns ein sehr gutes Gefühl. Termine werden schnell vergeben, Erinnerungen zuverlässig versendet und auch Laborergebnisse kommen rasch. Zudem ist die Atmosphäre in der Klinik sehr angenehm. Wir fühlen uns rundum sehr gut aufgehoben und empfehlen diese Klinik von ganzem Herzen weiter.» L. A.
«Ich bin absolut begeistert von der Behandlung durch Dr. Meyer. Die Beratung war äusserst kompetent, und die umgesetzten Behandlungen haben mir wirklich sehr geholfen, ich fühle mich deutlich besser. Besonders schätze ich, dass ich nicht nur medizinische Versorgung erhalten habe, sondern auch viele wertvolle Tipps für mein allgemeines Wohlbefinden. Das gesamte Team, einschliesslich Dr. Meyer, war sehr freundlich und engagiert. Ich fühlte mich in ausgezeichneten Händen und kann die Praxis von ganzem Herzen empfehlen.» M. C.
Eine unserer medizinischen Praxisassistentinnen versuchte seit Jahren, schwanger zu werden. Sie hatte wegen eines polyzystischen Ovarsyndroms über zehn Jahre keine Menstruation mehr. Nach erstmaligem, richtigem Auffüllen der Eisenreserven bekam sie ihre Menstruation wieder und wurde in der Folge glückliche Mutter zweier gesunder Kinder. Fallbericht von Dr. med. Peter Meyer
«Guten Tag Herr Dr. Stirum, wollte mich auf diesem Weg bedanken und Ihnen berichten, wie gut ich mich wieder seit der Eiseninfusion fühle! Ich habe wieder mehr Kraft beim Training und fühle mich nicht mehr so schnell erschöpft (mein Puls geht jetzt auch nicht mehr gleich durch die Decke). Ich vermute mal, dass mein «Wohlfühlgrenzwert» nicht unbedingt bei 50 liegt, sondern eher bei 80. Ich esse kein Fleisch, trainiere 3- bis 5-mal in der Woche und habe auch noch regelmässig meine Periode. Besten Dank für Ihre Hilfe und freundliche Grüsse.» Eine Patientin
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Thema Eisenmangel
Wie ist Eisenmangel definiert?
Nicht der Eisenwert, sondern der Ferritinwert ist massgebend. Der Ferritin-Normwert variiert von 10 bis 300 Nanogramm pro Milliliter Blut. Bei dieser grossen Bandbreite ist es notwendig, den individuellen Ferritin-Wohlfühlwert herauszufinden. Die Erfahrung zeigt, dass die Eisenmangel-Symptome bei den meisten Frauen erst im höheren Normbereich verschwinden. Es ist also nicht zielführend, sich nur am unteren Normwert des Ferritins zu orientieren.
Warum ist der Ferritinwert so wichtig bei der Diagnose von Eisenmangel?
Der Serumspiegel des Ferritins ist der spezifischste Marker in der Diagnose des Eisenmangels und korreliert am besten mit den klinischen Symptomen, nicht das freie Eisen. Ferritin ist ein Eiweiss, das Eisen speichert; ein tiefer Ferritinwert zeigt deshalb meist an, dass die Eisenspeicher des Körpers erschöpft sind.
Es gibt jedoch Ausnahmen: Bei akuten oder chronischen Entzündungen, etwa bei einer Grippe, Colitis oder anderen entzündlichen Erkrankungen, kann der Ferritinwert künstlich erhöht sein. Denn in solchen Situationen produziert die Leber zusätzlich Ferritin, unabhängig vom tatsächlichen Eisenspeicher.
Deshalb beurteilen wir den Ferritinwert immer im Gesamtkontext Ihrer Symptome, Laborwerte und Krankengeschichte.
Bei Eisenmangel: Wie sieht eine Therapie aus?
Bei sehr tiefen Ferritinwerten (z. B. unter 20) führen bessere Ernährung und orale Eisenpräparate kaum je zeitnah zum Erfolg. Mit Infusionen lässt sich die Leidenszeit in der Regel deutlich verkürzen.
Wie entsteht eine Eisenmangel-Anämie?
Werden die Anzeichen eines beginnenden Eisenmangels ignoriert oder verkannt, kann bei sehr tiefem Ferritinwert eine Blutarmut (Anämie) dazukommen, mit zusätzlichen Symptomen wie Kurzatmigkeit und Herzrasen. Auch schwere Verletzungsblutungen oder Geburten können direkt in die Anämie führen.
Warum helfen mir eisenreiche Nahrungsmittel oder Tabletten nicht gegen meinen Eisenmangel?
Viele Patientinnen und Patienten wundern sich, warum trotz eisenreicher Ernährung oder Tabletten die Eisenwerte nicht steigen. Der Grund liegt häufig nicht in der Eisenzufuhr, sondern in der Eisenresorption, also der Fähigkeit des Körpers, Eisen im Darm überhaupt aufzunehmen.
Tatsächlich wird nur ein kleiner Teil des zugeführten Eisens, im Durchschnitt etwa 10 %, über den Verdauungstrakt aufgenommen. Dabei ist Eisen nicht gleich Eisen:
- Häm-Eisen aus tierischen Produkten (Fleisch, Fisch, Geflügel) liegt als Fe²⁺ vor. Es wird unabhängig vom pH-Wert des Magens aufgenommen, zu 15 bis 35 %; Hemmstoffe beeinflussen es wenig.
- Nicht-Häm-Eisen aus pflanzlicher Nahrung liegt als Fe³⁺ vor und muss erst reduziert werden. Es braucht ein saures Milieu und wird nur zu 2 bis 20 % aufgenommen; Hemmstoffe beeinflussen es stark.
Entscheidend ist das richtige Milieu im Magen-Darm-Trakt. Die Aufnahme gelingt am besten in einem sauren Umfeld.
- Hemmend: Schwarztee und Kaffee (Tannine), Weizenkleie, Getreide und Soja (Phytate), Spinat (Oxalat), Milchprodukte und Calciumsalze, Zink (gleicher Resorptionsweg), Phosphate, Cola, Eigelb, Salicylate (Aspirin), Säureblocker und Basenmittel, Gastritis.
- Fördernd: Vitamin C, ungesüsster Zitronen- oder Apfelsaft, Fleisch, Geflügel, Fisch.
| Eisenreiche Lebensmittel | Eisen pro 100 g |
|---|---|
| Schweineleber | 18 mg |
| Kürbiskerne | 12 mg |
| Bitterschokolade | 12 mg |
| Tofu | 5.4 mg |
| Haferflocken | 4.5 mg |
| Linsen | 3.3 mg |
| Hirse | 2.7 mg |
| Rindfleisch | 2.5 mg |
Trotz aller Optimierungen der Ernährung bleibt bei vielen Betroffenen die Wirkung aus. In solchen Fällen ist eine Eiseninfusion oft die wirksamste Lösung.
Welcher Ferritinwert gilt im Sport?
Wer intensiv Sport treibt, braucht mehr Eisen. Für Sportlerinnen und Sportler gelten deshalb höhere Ferritinwerte:
| Ferritin (ng/ml) | Bedeutung |
|---|---|
| unter 15 | Mangel gesichert |
| unter 30 | Mangel wahrscheinlich |
| 30–50 | Suboptimal |
| 50–100 | Normal, aber nicht optimal |
| über 100 | Optimal bei Ausdauersport |
Ist eine Eiseninfusion Doping?
Nein, nicht automatisch. Verboten sind nach den Regeln der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) Infusionen von mehr als 100 ml innerhalb von 12 Stunden ohne medizinische Begründung. Entscheidend ist also das Volumen der Infusion; die Menge Eisen in Milligramm ist nebensächlich.
Gerne beraten wir Sie in unserer Sprechstunde
- Wie ein Eisenmangel festgestellt werden kann.
- Wie Sie die Eisenaufnahme natürlich über die Ernährung optimieren können.
- Wie Ihnen Eisenpräparate in Form von Tabletten oder Infusionen helfen können.